Wie in jeder Saison verspricht der Abstiegskampf ein Übermaß an Spannung. Dennoch scheint sich bereits zu Beginn der Rückrunde eine erste Entscheidung abzuzeichnen. Die Lilien aus Darmstadt, welche noch in der Vorsaison nach einem Durchmarsch aus der dritten Liga ins Oberhaus sensationell die Klasse hielten, sind weit abgeschlagen am Tabellenende.

Der Kader des SV Darmstadt scheint nach dem Aderlass in der Sommerpause zu schlecht besetzt, um noch die entscheidende Wende herbeizuführen. Hoffnung bringen indes die Verpflichtungen von Ex-Nationalspieler Thorsten Frings und Sidney Sam.

Sidney Sam spielt in der Rückrunde für Darmstadt. youtube – SV Darmstadt 1898

Während der eine bei den Hessen sein Trainerdebüt gerade mit einem 0:0 gegen Borussia Mönchengladbach gab, wartet der ehemalige Leverkusener und Schalker Sam noch auf sein Pflichtspieldebüt. Die Qualität sollte er allemal haben in engen Spielen den Unterschied zu machen.

 

Der Dino als üblicher Verdächtiger

Auch der Hamburger Sportverein spielt mal wieder mit um den Abstieg. Nach großen Investitionen in der Sommerpause wollte man eigentlich einen Platz im gesicherten Mittelfeld erreichen, wenn nicht sogar um die internationalen Plätze mitspielen. Doch wie schon in vorangegangenen Saisons regiert das Chaos in der Hansestadt.

Bereits früh in der Saison, Ende September, trennte man sich von Chef-Trainer Bruno Labbadia. Es folgte drei Monate später Sportschef Dietmar Beiersdorfer. Neutrainer Markus Gisdol gelang es in der Zwischenzeit bereits den HSV ein wenig zu stabilisieren. Die Lage ist jedoch nach wie vor prekär.

Der HSV zählt heuer erneut zu den Abstiegskandidaten der Wettanbieter:


Auszug aus dem Wettprogramm von Bet365.

So ist der Club auch schon auf dem Wintertransfermarkt tätig geworden. Insbesondere die Abwehr soll durch die Neuzugänge Mergim Mavraj (1. FC Köln) und Kyriakos Papadopoulos (Bayer Leverkusen) verstärkt werden. Im Gegenzug suspendierte man mit Emir Spahic einen permanenten Unruheherd, der auch schon in seiner Leverkusener Zeit für negative Schlagzeilen gesorgt hatte.

Alles muss sich verbessern damit die die Ligauhr im Volksparkstadion weiter tickt. So stellen die Nordlichter nicht nur die zweitschwächste Abwehr der Liga, sondern auch den drittschlechtesten Angriff.

Es wird spannend zu sehen sein, ob der HSV erneut dem Abstieg von der Schippe springen kann oder ob er nun den bitteren Gang in Liga 2 antreten muss. Auch eine weitere Relegationsteilnahme scheint möglich.

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