Vor dem Grand Prix der USA am 23. Oktober 2016 in Austin sind die Vorzeichen andere als noch vor einem Jahr. Damals reichte Lewis Hamilton ein Sieg, um sich den WM-Titel zu schnappen. Diesmal hingegen sind alle Augen auf dessen Teamkollegen Nico Rosberg gerichtet, der inzwischen mit einem deutlichen Punktekonto die Fahrerwertung anführt.

Der Ort, an dem Hamilton 2015 Weltmeister wurde

In der vergangenen Saison war Austin ein gutes Pflaster für Lewis Hamilton: Der Mercedes-Pilot konnte sich 2015 beim Großen Preis der USA seinen dritten Weltmeistertitel sichern, nachdem er bereits 2008 und 2014 erfolgreich war. Dass es zu diesem wichtigen Sieg kam, konnte man einen Tag vor dem großen Rennen jedoch nicht erwarten.

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Stallkollege Hamilton könnte Rosberg noch den WM-Titel streitig machen – copyright: wikimedia.org/Mark McArdle

Im Qualifying hatte sich nämlich Nico Rosberg die Pole-Position gesichert, erwischte allerdings einen denkbar schwachen Tag. Hamilton nutzte die Gunst der Stunde und überquerte vor den beiden Deutschen Rosberg und Vettel als Erster die Ziellinie. Die Weltmeisterschaft war dem Briten daher nicht mehr zu nehmen.

Rosberg könnte davon ziehen

2016 ist die Situation vor dem Austin-GP aber eine ganz andere: Mit 313 Punkten führt Rosberg die Fahrerwertung an, Hamilton liegt mit 280 Zählern schon relativ deutlich dahinter. Für Daniel Ricciardo (212 Punkte), Kimi Räikkönen (170), Max Verstappen (165) und Sebastian Vettel (165) geht es indes darum, im Kampf um den dritten Platz noch einmal Druck aufzubauen.

Der Trailer für Nico Rosbers YouTube-Channel – www.youtube.com/user/nicorosbergtv

Rosberg wird im viertletzten Rennen der Saison alles daran setzen, um seinem ersten WM-Triumph in der Königsklasse des Motorsports einen Schritt näher zu kommen.

20 Kurven und Höhenunterschiede von über 40 Metern

Der “Circuit of the Americas” bietet Fahrern und Zuschauern Renn-Action pur: Seit 2012 brennen die Boliden wieder in schöner Regelmäßigkeit schnellste Rennrunden in den Asphalt, nachdem sich die Strecke in Austin eine fünfjährige F1-Pause genommen hatte. Von Star-Architekt Hermann Tilke entworfen, werden die 5,513 Kilometer auf 56 Runden aufgeteilt.

Die 20 Kurven des Kurses, auf dem Höhenunterschiede von über 40 Metern bewältigt werden müssen, sorgen für ein ganz besonderes Spektakel. Als Highlight des USA-GPs gilt der Anstieg zur ersten Kurve, der den höchsten Punkt des “Circuits of the Americas” darstellt. 120.000 Zuschauer können das Renngeschehen in Texas verfolgen.

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